Lästige Parasiten
Das Meerschweinchen kratzt sich, das Fell ist stumpf oder es befinden sich schon kahle Stellen am Körper. Anzeichen für einen Parasitenbefall!
Die gute Nachricht zuerst: Die kleinen Biester kriegt man meist schnell wieder los. Die schlechte Nachricht: Der Aufwand ist recht hoch. Aber eins nach dem anderen. Parasiten erscheinen nicht plötzlich und befallen unsere behaarten Freunde. Meerschweinchen werden oft von Parasiten bewohnt, ohne dass wir es bemerken. Auch in der Einstreu, im Heu und Stroh finden sich diese. Ist das Immunsystem intakt, stört das weder das Tier, noch den Menschen. Anders sieht es aus, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Es kommt zur Verbreitung und die kleinen Ungeheuer schaden unseren Schweinchen.
Welche Parasiten treten beim Meerschweinchen häufig auf?
- Milben: Es gibt viele Milbenarten, die Auswirkungen sind meist ähnlich: schuppige Haut, kahle Stellen, Juckreiz, blutig gekratzte Stellen, Unruhe, manchmal auch Gewichtsverlust
- Haarlinge: Sie kommen leider sehr häufig vor und das Meerschweinchen zeigt ähnliche Symptome wie beim Milbenbefall: häufiges Kratzen, blutig gekratzte Stellen und Haarausfall. Die Haarlinge sieht man oft als schwarze „Punkte“ im Fell
- Flöhe entdeckt man recht einfach, denn sie springen und man erkennt wie bei den Haarlingen als schwarze „Punkte“. Das Schweinchen kratzt sich viel und ist unruhig
- Läuse sind meist auch zu sehen, sie verursachen starken Juckreiz, schorfige Stellen und Haarausfall
Was tun?
1. Behandlung des Meerschweinchens
Immer zum Tierarzt, um eine eindeutige Diagnose zu stellen und das richtige Medikament verschrieben zu bekommen. Meist erhält man ein Spot-on, das auf den Nacken des Tiers aufgetragen wird. Wiederholung nach ein paar Tagen.
Als Sofortmaßnahme und leichtem Befall kann eine Behandlung mit Kieselgur helfen.
Mit einem Läusekamm lassen sich Haarlinge, Flöhe und Läuse auskämmen.
2. Behandlung der Partnertiere
Parasiten verbreiten sich leider schnell, sodass häufig auch die Partnertiere betroffen sind. Daher ist eine Behandlung dieser ebenfalls sinnvoll.
3. Reinigung des Equipments
Wie eingangs erwähnt, ist die Bekämpfung der Parasiten bei den Tieren selbst meist schnell erledigt, der eigentliche Aufwand liegt in der Reinigung des Geheges. Die komplette Einstreu usw. sollte restlos entfernt und das Gehege gründlich gereinigt werden, um möglichst viele von den unerwünschten Bewohnern zu vernichten
4. Parasiten vermeiden
- Für eine saubere Umgebung sorgen
- Auf eine ausgewogene Ernährung achten
- Ausschluss anderer Krankheiten, die sich negativ auf das Immunsystem auswirken
- Vermeidung von Stress (passt die Gruppensituation, ist ausreichend Platz vorhanden, werden ausreichend Rückzugs- bzw. Versteckmöglichkeiten angeboten, Transport etc.)
- Evtl. kann es auch helfen, Einstreu, Stroh oder Heu einer anderen Marke zu kaufen

